Core-Parking abschalten

CPU-Cores (Bild: Intel)
CPU-Cores (Bild: Intel)

Core Parking ist eine Funktion, die Intel bei den Core-Prozessoren ab der Westmere-Generation eingeführt hat; dabei können sich einzelne, nicht gebrauchte CPU-Kerne komplett abschalten, was im Prinzip eine konsequente Weiterentwicklung der C-States ist. 

Manchmal ist eine solche automatische Abschaltung der Prozessorkerne aber nicht gewünscht; entweder weil man unbedingt die maximale Leistung braucht (Per Core-Parking “geparkte” Kerne benötigt einige Taktzyklen zum Aufwachen, was etwas Performance kostet) oder schlicht zur Fehlerdiagnose. Einige Anwender berichten auch von gelegentlichen Aussetzern in Spielen und unterdurchschnittlicher Leistung von virtuellen Maschinen bei aktiviertem Core-Parking.

Core Parking abschalten
Core Parking abschalten

Core Parking abschalten

Die Parkfunktion deaktivieren Sie wie folgt:

  • Öffnen Sie den Registrierungseditor regedit
  • Suchen Sie folgenden Schlüssel: 0cc5b647-c1df-4637-891a-dec35c318583
  • Suchen Sie den Unterschlüssel ValueMax

Unter dem Schlüssel finden Sie einen Hexwert, der  einer Prozentangabe entspricht. 64 (hexadezimal) entspricht dabei 100 (dezimal) Prozent – in diesem Fall werden alle verfügbaren Kerne geparkt. Beachten Sie dabei aber, dass Windows 7 ausschließlich logische Prozessoren parkt. Unter Windows Server 2008 können dagegen auch echte oder “physische” CPU-Kerne geparkt werden.

Bei einem Core i5 ohne Hyper-Threading finden Sie unter Windows 7 den Schlüssel in der Registry nicht oder der Wert steht auf 0.

Weiter geht’s in der Anleitung:

  • Stellen Sie den Wert unter ValueMax auf 0
  • Wiederholen Sie den Vorgang in allen etwaigen weiteren Schlüsseln mit der Kennung 0cc5b647-c1df-4637-891a-dec35c318583 (jeder Schlüssel steht für einen Energiesparplan)
  • Starten Sie den Rechner neu
Core Parking: Registry-Eintrag
Core Parking: Registry-Eintrag

Nach einem Neustart sollte die Funktion nicht mehr aktiv sein. Sie erkennen das wieder mithilfe des Ressourcenmonitors. Optional können Sie nun die Rechner-Performance mit einem Benchmark überprüfen.

Titelbild: Intel

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